"Eine Kirche ohne Orgel ist wie ein Körper ohne Seele"...

... Albert Schweitzer soll diese Worte einst gesprochen haben und auch wenn man ihm Voreingenommenheit hinter sagen könnte, da er ein passionierter Organist, Theologe und Musikwissenschaftler war, so kann ein jeder der dem Orgelspiel lauschen durfte doch bestätigen, dass hier eine Stimmung erzeugt wird die mit wenigen Musikinstrumenten geschaffen werden kann.

In unserer Kirche St. Maria Königin des Friedens die ihre Grundsteinlegung am 23. Mai 1982 hatte, also vor gut 40 Jahren, wurde in diesen 4 Jahrzehnten ein wunderbares Gemeindeleben zelebriert. Taufen, Hochzeiten, Familiengottesdienste, Kommunionen, Firmungen und natürlich auch Trauerfeiern. So manches Gemeindefest durften diese Mauern erleben. Gerade in den letzten Jahren hat die Gemeinschaft mit viel Eigenarbeit aber auch dank eines gesunden Haushalts unsere Kirche konstant modernisiert. Von neuen Deckenheizungen, neuer Dachisolierung, Auffrischung des Jugendraums aber auch die Virtualisierung die es uns ermöglicht dem Gottesdienst zu folgen, wenn wir durch Krankheit oder Unwohlsein nicht vor Ort sein können.

Nun ist es an der Zeit auch dem kulturellen Aspekt einer Kirche die Aufmerksamkeit zu widmen die sie verdient aber auch das Kirchenrecht vorschreibt. Seit Beginn war die Kirche mit einem Harmonium und dann mit einer elektrischen Orgel ausgestattet. Funktionell in die Ecke platziert gibt sie uns als Gemeinde bis heute den Takt an, wenn wir gemeinsam das Loblied anstimmen. Über die Jahre haben unsere diversen Organisten aber immer wieder mit verschiedenen akustischen und technischen Problemen umgehen müssen, die mit einer „richtigen“ Orgel zu umgehen wären.

Die Idee eines Tages doch noch eine Pfeifenorgel anzuschaffen und somit quasi den Kirchbau abzuschließen wurde jedoch immer wieder diskutiert. Bestärkt durch die finanziellen Rahmenbedingungen, die sich durch die kirchliche Haushaltspolitik ergaben, erschien eine Finanzierung einer Pfeifenorgel möglich und so hat der damalige Kirchengemeinderat mit einem Grundsatzbeschluss Ende 2019 das Projekt “Bau einer Pfeifenorgel in der Nufringer Kirche“ auf den Weg gebracht bis es letztendlich vom aktuellen Kirchengemeinderat im vergangenen Oktober beschlossen wurde.

Um allen Gemeindemitgliedern eine Möglichkeit zu geben, sich über die verschiedenen Aspekte eines Orgelbaus zu informieren, werden wir in den nächsten Monaten diverse Anknüpfungspunkte anbieten, damit wir uns gemeinsam auf diese bereichernde Veränderung freuen können. Hierzu gehören:

  • Eine Präsentation der musikalischen und technischen Aspekte der geplanten Orgel durch die ausführende Firma Orgelbau Mühleisen
  • Einen Vortrag über die kirchenmusikalische und liturgische Bedeutung einer Pfeifenorgel in der katholischen Kirche und die Anerkennung des Orgelbaus und der Orgelmusik als immaterielles Kulturerbe vom Dekanatsexperten
  • Ein Orgelkonzert mit Erläuterungen zu den verschiedenen Spielweisen und eingesetzten Registern
  • Öffentliche Besichtigungen der Baustelle mit Erläuterungen des Baufortschrittes
  • Gemeindeausflug zu unserer neuen Orgel bei der Firma Orgelbau Mühleisen

Wir werden ebenfalls eine Spendenaktion für die Finanzierung des Orgelbaus starten. Hier möchten wir der Gemeinde die Möglichkeit bieten symbolisch Teile der Orgel zu erwerben und sich somit persönlich am Orgelbau zu beteiligen. Wir danken schon im Voraus für Eure Unterstützung.

Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Sturrgart